Cologne Half Distance- Mitteldistanz 2015

Nachdem ich bei der Mitteldistanz in Heilbronn im Juni leider dank eines Magen-Darm-Infektes nicht dabei sein konnte, hatte ich mir für Köln ein großes Ziel gesetzt: Die 5 Stunden knacken. Leider deutete sich schon in der Woche vorher an, dass das Wetter bei diesem Versuch nicht mitspielen würde.

So standen wir dann am Renntag mittags am Fühlinger See bei ziemlich kalten 15 Grad und es blies ein ordentlicher Wind. Na gut, zumindest war es trocken.

Letztes Jahr hatte mir vor allem das Schwimmen hier super gefallen. Da ich im Freiwasser immer Orientierungsprobleme habe, kommt mir der Fühlinger See sehr entgegen, nur war das dieses Jahr leider nicht so. Da es viel zu eng war und ich Schlägereien im Wasser überhaupt nicht mag, schwamm ich weder an einer der Leinen, noch den kürzesten Weg. Über meine Schwimmzeit war ich dann ziemlich enttäuscht, vor allem weil ich über eine Minute zu letztem Jahr verloren hatte.

Der Wechsel dauerte ein wenig, schließlich musste ich mir bei den kalten Temperaturen doch etwas überziehen. Mein Plan war es nun irgendwie, die verlorene Minuten und etwas mehr beim Radfahren wieder aufzuholen. Nachdem ich zum ersten mal aus der Stadt herausfuhr, merkte ich aber direkt, dass auch dieser Plan bei dem starken Wind nicht aufgehen würde. Ich habe alles gegeben und das war vielleicht nicht die beste Taktik. Belohnt wurde ich aber mit einer wirklich guten Radzeit.

Klaus, der nach dem schwimmen etwa eine Minute hinter mir war, holte mich bei Kilometer 40 ein. Auch er hatte stark mit dem Wind zu kämpfen und irgendwann schaffte ich es, ihn erneut einzuholen, sodass wir tatsächlich gleichzeitig in der 2. Wechselzone ankamen.

Da wurde aber schnell wieder Klaus Laufstärke deutlich- und dank meiner Taktik, beim Radfahren ziemlich viel zu geben, war der Lauf von Anfang an eine Qual. Meinen erhofften 5er Schnitt konnte ich nicht laufen. Ehrlich gesagt schaute ich kein einziges mal auf die Uhr, weil ich merkte, wie ich am Boden klebe. Nach 10km war Klaus plötzlich wieder da- seine üblichen Magenprobleme hatten ihn gezwungen, eine Pause auf dem Dixie einzulegen. Er sah, wie fertig ich war und fragte, ob wir gemeinsam weiterlaufen wollen. Aber das kam natürlich nicht in Frage, schließlich hatte er noch die Chance, die 5 Stunden zu knacken. Also, weg war er und litt weiter alleine vor mich hin.

Nie wieder Mitteldistanz“ dachte ich, und das, wo ich doch genau hier in Köln letztes Jahr so zufrieden gewesen war. Kurz vorm Ziel schaute ich zum ersten mal auf meine Uhr, ich war mir sicher, bei ca. 5:15 zu liegen und damit nicht nur viel langsamer als erhofft, sondern auch noch viel langsamer als letztes Jahr. Doch zum Glück hatte mich mein Gefühl etwas getäuscht. Auch wenn es mit den 5 Stunden leider nichts wurde, war ich doch über die 5:04 mehr als glücklich- immerhin schneller als letztes Jahr, trotz ziemlich schlechter Schwimm- und Laufleistung und bei wirklich fiesen Bedingungen.

Klaus knackte die 5 Stunden dank seines guten Halbmarathons und somit waren wir beide insgesamt ziemlich zufrieden 🙂

Hier noch ein paar schnöde Zahlen:

Kathrin: 32:43/ 2:37:30/ 1:49:25 -> 5:04:56

Klaus: 33:40/ 2:35:30/ 1:42:22 -> 4:58:03

 

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