Duisburg Marathon 2015

Den Duisburger Marathon bin ich schon mehrfach gelaufen. Er ist zusammen mit Berlin und Frankfurt einer der ältesten Marathons in Deutschland. Der Kurs ist überwiegend flach, führt durch alle schönen und ruhrgebietstypischen Ecken in Duisburg und es wird ein schöner Mix aus grüneren Ecken am Rhein und Stadtmarathon geboten. Der einzige Nachteil ist, dass der Termin vom Marathon im Juni liegt und so die Wahrscheinlichkeit auf warme Temperaturen durchaus höher ist.

Als ich im Frühjahr auf der Webseite von Wobenzym / Enzymkraft ein Gewinnspiel für den Duisburg Marathon gesehen habe, war für mich sofort klar, dass ich mich bewerben werde. Nachdem ich 1,5 Jahre zuvor bereits einen Startplatz für die Langdistanz bei dem Köln Triathlon gewinnen konnte, wollte ich mein Glück ein weiteres Mal versuchen. Anfang Mai bekam ich dann die folgende Mail

Guten Tag Herr Möllenhoff,

herzlichen Glückwunsch! Sie hatten sich auf www.enzymkraft.de für einen Marathon-Startplatz beim  32. Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg  am 07.Juni 2015 beworben. Ihre Bewerbung hat unsere Jury überzeugt und Sie erhalten somit einen Startplatz.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich garnicht mehr an die Bewerbung gedacht und habe mich sehr gefreut. Ein Blick in den Terminkalender hat mir dann aber signalisiert, dass es nicht ganz optimal ist, da ich in der Woche davor auf Dienstreise in Toronto, Kanada bin und erst am Samstag lande. Ich wollte mir die Gelegenheit aber nicht entgehen lassen und habe zugesagt. Zumal es auch noch die Rheinlandwertung gibt, in der alle Läufer gewertet werden, die in Duisburg und in Düsseldorf den Marathon gelaufen sind. Düsseldorf habe ich ja schon mit Bestzeit hinter mich gebracht und so habe ich auch gehofft, dass ich eine gute Platzierung in der Gesamtwertung erreichen kann.

Der Wettkampf

Am Samstag Nachmittag bin ich mit Kathrin zur Startunterlagenausgabe gefahren und wir gönnten uns ein Abendessem im Seehaus an der Wedau mit Blick auf die Regattabahn.

Nach einer viel zu kurzen Nacht und mit leichtem Jetlag fuhr ich morgens nach Duisburg und machte mich fertig. Ich schickte Kathrin dann noch den Standort von meinem Parkplatz, da sie später mit dem Rad nachkommen wollte und das Auto sollte als Radgarage genutzt werden. Die Organisation und die Parkplatz Situation ist vorbildlich. Bei Stadtmarathons ist die Parkplatzsituation ja zumeist eher begrenzt, aber da das Wedau Stadion und die Parkplätze genutzt werden, ist das wirklich ein Marathon der kurzen Wege.

Ich hatte mich rechtzeitig warm gelaufen und hab mit dem ein oder anderen noch ein kurzes Schwätzchen gehalten. Kurz vor dem Start gab es dann die Ansage, dass ein geplatzter Hydrant die Strecke überflutet hat und sich der Start noch ein wenig verzögert. Also hiess es nochmal etwas warm traben und in Bewegung bleiben. Mein Ziel für den Tag war einfach nur gut über die Strecke kommen und das doch bitte in schneller als 3:30h.

Ich hatte auch noch eine kleine Rechnung mit Duisburg offen. Vor 2 Jahren, bei meinem letzten Start, wollte ich (mit „noch besserer“ Vorbereitung als dieses Jahr für Düsseldorf) schonmal die 3:15h laufen. Vor dem Start fühlte ich mich schon nicht perfekt, ignorierte das ganze aber erstmal und bin mit den 3:15h Pacemakern mitgelaufen. Damals bin ich dann bei 28km richtig eingegangen und dazu sind dann noch Magen/Darm Probleme gekommen, so dass ich ein paar Minuten auf dem Dixie verloren habe. Das war bisher der einzige Marathon, bei dem ich wirklich über das aufgeben nachgedacht habe. Besonders da nur etwas mehr als einen Monat später noch meine erste Langdistanz in Roth auf dem Plan stand. Ich habe aber nicht aufgegeben und bin noch ins Ziel gelaufen, allerdings in 3:31h. Das hat doch ganz schön an mir genagt, da ich sonst (bis auf meine ersten beiden Marathons) nie mehr über 3:30 gelaufen bin.

Daher war mein selbstgestecktes Ziel eigentlich ganz klar: Unter 3:30h bleiben und möglichst wenig leiden.

Die Kilometer flogen diesmal nur so vorbei und ich fühlte mich erstaunlicherweise wirklich richtig gut. Beim Halbmarathon zeigte mir meine Uhr eine 1:39h und ich hoffte, dass das nicht zu schnell war und das ganze nicht böse enden wird. Als es über die Brücke der Solidarität wieder zurück auf die östliche Rheinseite ging, fing es dann auch an etwas zäher zu werden, aber im großen und ganzen war es noch echt OK.  So lief ich, etwas langsamer, weiter und kam schliesslich am Kalkweg an, den es nur noch entlangzulaufen galt. Ich hoffte, dass Kathrin etwas früher als geplant da war, da ich ja auch etwas schneller war, aber perfekt timen lässt sich sowas ja nie. Einerseits kann man als Läufer schlecht abschätzen wie lang man nun wirklich braucht und andererseits kann die Navigation mit dem Rad auch etwas komplizierter sein, so dass mehr Zeit verloren geht.

Je näher man dem Stadion kam, desto besser wurde die Stimmung. Bei dem Einlauf ins Stadion durch das große Marathon Tor, bekommt man fast automatisch Gänsehaut. Ab da waren es nur noch wenige hundert Meter durch das Stadion und ein Blick auf die Uhr verriet mir auch, dass es keine Probleme mit der 3:30h geben wird. Nach Netto 3:24:28h lief ich über die Ziellinie und war glücklich das ganze so gut hinter mich gebracht zu haben. Nach dem Zieleinlauf ging ich erstmal aus dem Stadion wieder raus, um mich am reichhaltigen Buffet zu versorgen und mich massieren zu lassen. Dabei traf ich auch unerwartet eine alte Freundin, die als Physiotherapeutin Dienst hatte.

Nach dem Zieleinlauf

Nach der Massage bin ich aus dem Nachzielbereich hinausgegangen und habe Kathrin gesehen, wie sie gerade noch eine Runde an der Regattabahn laufen gehen wollte. Sie hatte mich ganz knapp verpasst. Ich war vermutlich nur eine Minute zu schnell. Sie ist die ganzen letzten 5km der Strecke abgefahren, hatte aber nicht damit gerechnet, dass ich so flott bin. Nachdem wir einen Treffpunkt ausgemacht hatten, legte ich mich nochmal für eine Zeit auf der Stadionwiese in die Sonne und danach ging es dann glücklich und zufrieden nach Hause.

Die Ergebnisse der Rheinlandwertung sind mittlerweile auch veröffentlicht. Mit einer Gesamtzeit von 6:39:42 belege ich den 8. Platz gesamt und den 1. Platz in meiner Altersklasse. Bei der Ehrung der Rheinlandwertung gibt es also wieder einen neuen Pokal für die Sammlung 🙂

Vielen Dank an das Wobenzym Enzymkraft Team, dass mir den Start ermöglicht hat. Ich hoffe ich konnte alle Erwartungen erfüllen. 😉

GPS Auswertung

Hier gibt es noch die GPS Daten meiner Uhr. Dieses mal ohne HF Daten. Man kann deutlich erkennen, dass ich mich am Anfang noch richtig wohl gefühlt habe. Nach einer kurzen Einlaufphase bin ich dann auch ein paar km in ca. 4:30 bis 4:40 min/km gelaufen. Ab der Brücke der Solidarität bei km 26 wurde es dann ein wenig langsamer…

volle Distanz: 42503 m
Maximale Höhe: 59 m
Minimale Höhe: 41 m
Gesamtanstieg: 327 m
Gesamtabstieg: -326 m
Durchschnittsgeschwindigkeit: 4.44 min/km
Gesamtzeit: 03:24:28
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