Halloween Run in Duisburg

Am 31.10.2015 fand bereits zum fünften Mal der Halloween Run im Landschaftspark Duisburg statt. Dieser Lauf ist eher ein Spaßlauf als ein Wettkampf, aber man kann ja auch Spaß haben wenn man flott läuft 🙂 Mehr als 3000 zum großen Teil gruselig verkleidete Teilnehmer haben an dem Lauf teilgenommen. Nicht nur die Teilnehmer selber waren gruselig aber auch schön anzusehen, auch der Veranstalter hat für ein paar kleine Gruseleinlagen gesorgt.

Der Start war für den Abend um 19:30 Uhr geplant und so lag der ganze Landschaftspark im Dunkeln und wurde nur durch Fackeln, Kerzen und die Stirnlampen der Läufer beleuchtet. Ich hatte mich mit ein paar Freunden verabredet und wir trafen uns alle pünktlich um 19:00 an den „Umkleiden“. Die Umkleiden waren allerdings nur ein kleines improvisiertes Zelt und hatte nicht viel mit Umkleiden im klassischen Sinne zu tun. Auch vermisste ich eine Duschmöglichkeit, darauf wurde aber auch bereits in der Ausschreibung hingewiesen. Manchmal sollte man sich die auch mal durchlesen…

Nachdem wir alle verkleidet waren schauten wir uns das Gelände, welches mit verschiedenen Sachen wie Särgen dekoriert war, ein wenig an und machten uns auch schon auf den Weg zum Start. Bereits der weg dorthin war sehr schön beleuchtet und hat für eine gute Stimmung gesorgt. Kurz vor dem Start traf ich noch Frank, der auch wieder ein schönes Video über den Lauf gemacht hat (siehe Unten;)).

Recht spontan beschloss ich, dass ich doch etwas flotter laufe. Das Geniessen ist dann natürlich etwas schwerer, aber der Spaß leidet da in meinen Augen keinesfalls drunter. Also stellte ich mich recht weit vorne hin, um nicht mit den ganzen Genussläufern zu kollidieren.

Direkt nach dem Countdown ging es schon recht zügig los und der erste km flog in 3:30min an uns vorbei. Mir war schon klar, dass ich das Tempo bestimmt nicht halten könnte. Wäre viel schneller als meine Bestzeit und das ganze noch mit einem Polyester Umhang und einer abgehackten Hand, die ich die ganze Zeit getragen habe… Ich reduzierte mein Tempo und die folgenden Kilometer liefen alle ganz gut und flüssig in ca. 3:50-4:00 min/km. Die Spitzengruppe musste ich natürlich ziemlich direkt ziehen lassen, aber dafür bin ich auch einfach zu langsam 😉 Nach 2 oder 3 km zog dann der erste Verkleidete an mir vorbei. Im Ziel hatte ich dann gesehen, dass es Karsten Kruck war. Also keine große Schande, nicht erster Verkleideter zu werden. Karsten ist sonst einige Minuten flotter unterwegs, aber mit seiner kompletten Gesichtsmaske war es wohl auch nicht sonderlich angenehm zu laufen. Nach den ersten 5km, als es gerade auf die 2. Runde ging, wurde ich dann von 2 anderen Läufern eingeholt. Ich blieb noch ein wenig dran und hatte das Tempo wieder etwas angezogen, aber dann wurde es unter meinem Umhang echt warm und ich konnte das Tempo nicht mehr halten und musste die anderen ziehen lassen.

Während der nächsten Runde hab ich es etwas langsamer, aber da mir so warm war nicht wirklich lockerer, angehen lassen. Dadurch, dass alle mit Stirnlampen laufen, kann man natürlich mit einem kurzen Blick sehen, ob einem jemand dicht auf den Fersen ist, oder ob man sich etwas „ausruhen“ kann. Nach ein paar kurzen Blicken war mir klar: einfach so weiterlaufen und der bekommt dich nicht. Gesagt getan und ich lief weiter. Kurz danach hörte ich Schritte hinter mir… Da hat sich doch tatsächlich ein schwarz angezogener Läufer ohne Stirnlampe angeschlichen und ist einfach an mir vorbeigezogen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mit meiner abgetrennten Hand etwas zu kämpfen und so konnte ich da nicht gegenhalten. Egal wie ich sie gehalten hatte, war es irgendwie störend. Dazu kam dann noch die Wärme unter dem völlig durchgeschwitzten Umhang…

Mein urprünglich als Gegner ausgemachter Stirnlampenläufer hat sich langsam aber sicher an mich rangepirscht. Da ich aber recht locker in 4:10min/km gelaufen war, konnte ich diesmal das Tempo noch etwas anziehen. Kurz vor dem Zieleinlauf habe ich auch fast noch den schwarzen Mann ohne Stirnlampe bekommen, da er sich etwas verlaufen hatte und fast auf die „3. Runde“ abgebogen wäre… Aber da hatte er schon zuviel Vorsprung.

Nach 39:50min und als 13. Gesamt (wenn ich richtig aufgepasst habe, war ich der 2. Verkleidete…) bin ich dann durch die schwarzen Vorhänge ins Ziel gelaufen und habe eine schöne Fledermaus Medaille in Empfang nehmen dürfen. Nach einer kurzen Erfrischung und nettem Smalltalk, zog ich mir schnell etwas warmes an und hab mich noch mit Frank auf eine Bratwurst (die es leider nicht mehr mit Brötchen gab…) getroffen.

Im Großen und Ganzen war das wirklich ein schöner und gelungener Lauf  und egal ob man schnell oder langsam läuft, es ist für jeden etwas dabei. Nächstes Jahr werde ich sicherlich wieder dabei sein. Aber dann wird mein Kostüm noch etwas verbessert. Einerseits etwas luftiger gestaltet und andererseits könnte ich auch mal mit etwas Schminke arbeiten. Ist vermutlich auch nicht sehr angenehm, wenn man schnell läuft, aber bestimmt besser als eine Maske. Und ein Wettkampf ist ja auch kein Kindergeburtstag und darf auch ruhig ein wenig qualvoll sein 😉

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Video von Frank

 

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