Klaus

Sport im generellen treibe ich schon seit meiner frühen Kindheit. Mit 11 Jahren habe ich angefangen zu rudern. Zuerst nur ein wenig „aus Spaß“, was aber dann auch immer mehr und intensiver wurde. Mit meiner damaligen Mannschaft waren wir zwei mal beim Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia.

Da alle aus meiner Mannschaft ein Jahr älter waren, haben sie sich quer durch Deutschland zum Studium verteilt und so musste eine andere sportliche Beschäftigung her. Ich kaufte 2001 mein erstes Rennrad und es folgten zwei Jahre mit ein paar schönen Radrunden. Von effektivem und strukturiertem Training war ich aber, wie so oft, weit entfernt.

Mit dem Beginn des Studiums kam ein Ortswechsel und ich hatte auch die Ausrede, dass ich jetzt auch gar keine Zeit mehr für Sport habe…

Nach einiger Zeit ohne Sport nahm ich immer mehr zu und mir fehlte die Bewegung an der frischen Luft und der Sport.

Bei der Auswahl des geeigneten Sports erschien mir das Kalorien / Zeiteinsatzverhältnis vom Laufen am effektivsten und außerdem hab ich ja schon immer Ausdauersport gemacht. Also hab ich mir irgendwelche alten Sportschuhe geschnappt, bin laufen gegangen und hab mich für meinen ersten Marathon (Baldeneysee 2007) angemeldet. Ohne jegliches strukturiertes Training bin ich an den Start gegangen und nach fast fünf qualvollen Stunden war ich auch im Ziel… Ich hab mir geschworen das entweder nie wieder, oder aber mit einer anständigen Vorbereitung zu machen. Da mich der Laufvirus schon so gepackt hatte, blieb eigentlich nur die zweite Variante und ich hab mich strukturiert mit einem Trainingsplan, an den ich mich tatsächlich mal penibel genau gehalten habe, vorbereitet. Der nächste Marathon (Karstadt Marathon Dortmund-Essen 2008) ein halbes Jahr später hat dann auch in unter 4 Stunden mit Spaß geklappt. 2008 hab ich dann meinen ersten Sprinttriathlon in Willich gemacht, konnte mich aber quasi nur so gerade Brustschwimmend über Wasser halten. Das Kapitel „Triathlon“ hab ich erst mal nicht so intensiv weiter verfolgt und ein paar Marathons in halbwegs vernünftigen Zeiten (zumindest in soweit vernünftig, als dass ich kein strukturiertes Training gemacht habe…) hinter mich gebracht.

Im Jahr 2010 (bei der Winterlaufserie in Duisburg) habe ich Kathrin kennengelernt und sie hat mich auch richtig zum Triathlon gebracht. Wir sind erst gemeinsam auf einigen Sprinttriathlons gestartet und haben uns, nachdem wir in Neuss zusammengezogen sind in einem Verein angemeldet. Durch das Schwimmtraining hatte ich dann auch endlich mal einige Erfolge und so konnte ich mich auch mal besser über Wasser halten. Es folgte die erste Kurz- und auch die erste Mitteldistanz. Bis dahin hab ich mich ohne jegliches strukturiertes Training mit geringem Umfang behaupten können und war auch immer schneller als Kathrin (zumindest in der Gesamtzeit… An die Schwimmzeiten komm ich unter Normalbedingungen garantiert nicht ran 🙂 ).

Die erste Langdistanz in Roth 2013 hat mir dann aber die Grenzen der Trainingsmethodik aufgezeigt. Kathrin hat fleißig ihren Trainingsplan verfolgt und ich habe so vor mich hintrainiert und am Wochenende ihr Training mit gemacht (oder auch nicht, weil ich zu faul war). Das ganze ist dann darin geendet, dass ich mich einerseits bei den 180km viel zu viel verpflegt habe (was man bezahlt muss man ja auch ausgiebig nutzen) und mich andererseits auch abgeschossen habe… Bei dem Laufen (meine eigentliche Königsdisziplin) war ich einerseits ziemlich platt und andererseits hat mir mein Magen/Darmtrakt ziemlich deutlich signalisiert, dass ihm Gels und Riegel nicht wirklich gefallen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ohne richtiges Training geht zwar vieles aber nicht alles. Das soll auch das Zitat im Titel widerspiegeln.

Daher geht es im Winter dann auch mit einer richtigen Marathonvorbereitung los. Und wer könnte da als Coach und Trainingsplanschreiber besser geeignet sein, als Kathrin, die mich und mein Gejammer gut kennt und weiß worauf mein Körper gut reagiert und andererseits schon Erfahrung in strukturierter Trainingsplanung (für sich selbst) hat.

Zu der Trainingsplanung meiner Sklaventreiberin und durch die Umsetzung  wird es sicherlich auch einige nette Artikel geben.

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