Sport in der Schwangerschaft – das dritte Trimester & wie es weitergeht…

Unser Kleiner ist mittlerweile seit gut 4 Wochen auf der Welt und ich finde ein wenig Zeit um die letzten 3 Monate der Schwangerschaft auf Papier zu bringen. Rückblickend empfinde ich die Schwangerschaft als die bisher schönste Zeit meines Lebens. Ich war bis auf 3-4 Wochen arger ISG-Probleme sehr fit und konnte alles machen, worauf ich Lust hatte. Insbesondere das 2. Trimester, wovon wir 3,5 Wochen in Kanada verbracht haben, war wirklich traumhaft.

Zurück zu den letzten 3 Monaten: Mein letzter Lauf war kurz nach Weihnachten in der 34.SSW. Wow, das ist jetzt schon über 2 Monate her. Normalerweise würde ich bei dem Gedanken an eine solch lange Pause total durchdrehen. Jetzt ist es mir ziemlich egal, denn große Ziele hab ich erstmal keine (kleine eigentlich auch nicht ;-)). Ich wäre dennoch gern noch ein wenig länger gelaufen, aber da ich extreme Schmerzen im ISG Bereich bekam, musste ich einsehen, dass da einfach Schluss war. Mein Bauch war zu dem Zeitpunkt auch wirklich schon extrem groß… glücklicherweise fand ich eine sehr kompetente Physiotherapeutin, die mir half, diese Beschwerden noch vor der Geburt in den Griff zu bekommen.

Ziemlich genau 2 Monate vor Geburt 🙂

Letzter Lauf kurz nach Weihnachten

Was sportlich weiter ging, war schwimmen und Rad fahren auf der Rolle. In den letzten Wochen der Schwangerschaft signalisiert einem der Körper schon recht deutlich, was geht und was nicht. Man sollte den Puls im Auge behalten und damit klarkommen, dass man halt nur noch halb so viel Watt tritt wie früher 😉 Für mich war das gar kein Problem und ich habe immer direkt aufgehört/ Tempo rausgenommen, wenn es mir nicht gut ging. So reduzierte sich mein Wochenpensum in den letzten 5 Wochen von wöchentlich 6-7 auf 4-5 Einheiten. Übrigens, wer denkt, man würde den Bauch beim schwimmen nicht bemerken, liegt falsch 😉 bei der Wasserlage bräuchte ich vermutlich 3 Pullbuoys um wieder halbwegs in Richtung Wasseroberfläche zu kommen :-D. Schwimmen war ich bis zum Ende noch 3 mal pro Woche, das ging wesentlich besser als spazieren oder walken. Man sollte dabei keine wirklichen Ansprüche an die Einheit stellen, ich habe tatsächlich einfach nur die Bewegung genossen. Und hatte dabei das schöne Gefühl, mir und meinem Kind etwas gutes zu tun. Ob jetzt 2,3 oder 4km im Wasser (letzteres kam bei mir nicht vor ;-)) sollte keine Rolle spielen, viel wichtiger ist es, in Bewegung zu bleiben auch wenn es sich manchmal mühsam anfühlt (ich fand den Weg zum schwimmen und das aus- und anziehen viel anstrengender als die Einheit an sich, aber es hat sich jedes mal gelohnt).

2 weeks before…

Die Geburt beginnt ohne Vorwarnung, zumindest bei mir. Mein Tag begann wie immer und mittags war ich noch eine Stunde schwimmen. Ich hatte noch 13 Tage bis zum errechneten Termin und war mir sehr sicher, dass ich die auch noch brauche. Aber nur wenige Stunden später platzte meine Fruchtblase. Leider war der Rest meines Körpers noch nicht bereit, und so blieb vielen, vielen Stunden und unzähligen (erfolglosen) Wehen nur noch die Option Kaiserschnitt.

Meine Schwangerschaft war perfekt. Ich habe (fast) jede Sekunde davon genossen. Die Geburt war es nicht und all meine Vorbereitungen und Wünsche (geburtsvorbereitende Akupunktur, der Wunsch einer Wassergeburt etc.) nicht erfüllt. Was am Ende zählt, ist das Wunder, diesen kleinen Menschen in den Armen halten zu dürfen. Er ist gesund, er ist topfit, er ist perfekt. Auf alles andere hatte ich keinen Einfluss, auch wenn ich mir immer wieder die Frage stelle, was ich anders hätte machen können. Aber da gibt es nichts.

Und wie geht es nun weiter? Meine Gedanken galten immer einer natürlichen Geburt. Fokus Beckenboden, Rückbildung, Einstieg in den Sport- auf das Thema Kaiserschnitt hatte ich mich mental nicht vorbereitet. Geht es um Wochen, Monate? Muss ich dennoch zur Rückbildungsgymnastik? Das kann ich jetzt nach ausgiebiger Recherche mit ja beantworten 😉 Denn die Schwangerschaft macht mehr aus als die Geburt an sich. Daher werde ich Anfang April mit einem Kurs beginnen.

Die Geburt ist nun gut 4 Wochen her und die ersten größeren Rückschläge im Wochenbett (extrem schmerzhafte und fiebrige Brustentzündung…) scheinen überwunden. Ich kann wieder spazieren gehen und mein Baby dabei hoffentlich bald wieder im Tragetuch tragen- bis dahin leistet der Kinderwagen mir treue Dienste. Ich freue mich ungemein darauf, wenn ich wieder richtig Sport machen kann. Der Plan ist mit leichtem Rollentraining zu beginnen, dann ein wenig schwimmen, und wenn das alles gut klappt, werde ich die ersten Laufschritte wagen, am liebsten mit meinem kleinen dabei. Realistisch ist das aber noch mehr als ein Monat entfernt. Der Babyjogger wartet schon in der Garage… 😉

Das größte Glück der Welt

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