Zwischen Windeln, Taschentüchern und großen Träumen ;-)

2019, da ist es, neues Jahr, neue Ziele, wie üblich. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich erstmal nur ein Ziel: Meinen Sohn gesund auf die Welt bringen und die Anfangszeit irgendwie meistern. Das alles liegt gefühlt schon so ewig zurück und wir nähern uns (manchmal viel zu schnell) seinem 1. Geburtstag (und meinem 30. :-O )

Was ist also drin für mich in der AK30? Nachdem die letzte Saison schon wieder ganz gut verlief, war für mich schnell klar, dass ich nochmal auf die Langdistanz möchte. Und weil irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft ein Geschwisterchen für den Kleinen ganz nett wäre, will ich dieses Projekt auch nicht ein weiteres Jahr verschieben. Das heißt konkret: Langdistanz 2019, aber wie geht das so als (berufstätige) Mama? Wie in meinem letzten Post geschrieben, habe ich seit Oktober einen Trainer (Jannik Siggemann). Für mich ist das sehr wichtig, denn so fällt ein sehr zeitintensiver Faktor, die Trainingsplanung, weg. Ich muss quasi „einfach nur noch“ duchziehen, was auf dem Plan steht. Tja, „einfach“ wäre es vielleicht, wenn man mit Kleinkind nicht andauernd krank wäre.

Die Seuchenzeit begann im Oktober. Zunächst eine nervige, aber harmlose Erkältung. Dann ging es weiter, ständig Schnupfen, Magen-Darm, wieder Erkältung. Eine ständige Gratwanderung zwischen Plan-Erfüllung und gesundheitlicher Verfassung.

Ok, der Sommer ist lang… könnte man denken, hätte ich mir nicht schlauerweise extra eine der frühesten Langdistanzen in Europa rausgesucht. Wo geht es also hin? Für mich war direkt klar, ich will keinen Ironman in Deutschland machen. Frankfurt habe ich als Zuschauerin gesehen, reizt mich streckenmäßig nicht. Mein erste Langdistanz war in Roth und dagegen finde ich Frankfurt einfach langweilig. Hamburg kam noch viel weniger in Frage, ich brauche definitiv ein paar Höhenmeter und ich mag es, wenn das schwimmen auch stattfindet 😉 Mein Favorit war zunächst Vichy, denn an dieses Rennen habe ich sehr gute Erinnerungen. Allerdings war mir Ende August einfach zu weit weg, vielleicht mal wieder zu viel Ungeduld? Ich schaute mir Infos über Kopenhagen, UK, Lanzarote an… und dann sah ich Irland. Dort ist es kalt, bergig und üblicherweise regnet es. Klingt nicht verlockend für einen Triathlon. Aber das Rennen ist neu, früh im Jahr und Irland ist einfach ein wunderschönes Land. Perfekt also. Eigentlich brauchte ich nicht lang überlegen und zack, war ich angemeldet. Und dann fielen mir einige Dinge auf, die ich vorher einfach schlecht recherchiert hatte. 1. Die Höhenmeter-Angaben der Radstrecke auf ironman.com ist komplett an der Realität vorbei, es sind mehr als doppelt so viele. Naja, neues Rennen halt, ich hätte drauf kommen können. 2. Es gibt in dieser Gegend keinerlei Hotels. Ich glaube das offizielle Race Hotel liegt schon 30min weit weg vom Start und war natürlich direkt ausgebucht. Nur durch eine private Vermieterin in Cork selbst konnten wir noch eine Unterkunft bekommen (und das war bereits im September). 3. Der Atlantik ist a****kalt. Ok, das brauchte ich nicht recherchieren, das war irgendwie klar.

Was bleibt, ist eine Mischung aus Vorfreude und Respekt. Respekt vor allem vor dem schwimmen, was für mich gerade noch unvorstellbar krass ist. Meer und etwa 16 Grad, einfach heftig. Aber ich werde üben. Ansonsten hoffe ich einfach auf trockenes Wetter und dann denke ich, wird die Strecke trotz schwierigem Profil einfach wahnsinnig schön. Küstenstraßen und tolle Aussicht, so meine Vorstellung.

Die Realität ist gerade aber, dass ich zum 1800000. mal mit einer Erkältung am Schreibtisch sitze statt auf dem Rad. Meine Grundlagenausdauer ist nicht übel, es ist kein Beinbruch, mal ne Woche auszusetzen. Trotzdem, jeder, der für einen Ironman trainiert kennt diese panikartigen Zustände, die schon im Winter beginnen, wenn der Trainingsplan nicht eingehalten werden kann. So geht es mir natürlich auch. Mitte März gehts mit der Familie nach Mallorca wo ich auf einige schöne Radkilometer hoffe. Bis dahin wünsche ich mir nur eins: ganz viel Gesundheit 😉

Frohes Trainieren allerseits 🙂

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